Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen
Ich beginne im Namen Gottes, des Allerbarmers, des Erbarmers
Lob zu Gott, Herr der Welten, dass Gott unseren Herrn Muhammad ehre und um Grade erhöhe, und dass Er die Gemeinschaft des Propheten vor dem schütze,
was er für diese fürchtet.
Der rechtgeleitete Chalif ^Umar Ibn ^Abdil-^Aziz
Meine Glaubensbrüder !
Lob zu Gott und dass die Ehre und die Erhöhung um Grade unserem Propheten Muhammad zukomme.
Lob zu Gott, dem Einzigen, Demjenigen, Welcher nichts nötig hat, Welcher nicht zeugte und Welcher nicht gezeugt wurde und Welcher keines Gleichen hat. Ich lobe Gott, den Erhabenen, und ich flehe Ihn an mich auf dem rechten Weg zu leiten; ich ersuche Seine Vergebung und ich bereue mich zu Ihm. Ich ersuche Gott um Schutz gegen das Schlechte unserer Seelen und unserer Taten. Denjenigen, den Gott leitet, ist der Gut-Geleitete, und niemand kann denjenigen leiten, den Gott irreleitet.
Dass die vollständigste und vollkommenste Ehre und die Erhöhung in Graden unserem Herrn Muhammad zuteil werde (^alajhi s-salam), der Herr der Söhne ^Adnan’s, derjenige, den Gott durch Seine Gnade zu den Welten gesandt hat, als Führer und Ankünder der guten Nachricht, als Warner der Bestrafung; aufrufend zu der bei Gott akzeptierten Religion. Der Prophet ist ein strahlendes Licht und ein erleuchtender Mond. Gott hat durch ihn die Gemeinschaft geleitet und die Dunkelheit vertrieben.
Oh ihr Diener Gottes! Ich empfehle euch, sowie auch mir, die Gottesfurcht! Ich empfehle euch, euch an die Gesetze Gottes zu halten und dem Weg unseres geehrten Propheten (^alajhi s-salam) zu folgen, in dem ihr euch auf den Tag, der eine sehr wichtige Station ist, diesem Tag, an welchem weder die Güter noch die Kinder von Hilfe sein werden; und nur derjenige gerettet sein wird, der mit einem Herzen rein von Missglauben kommen wird.
Heute werden wir von einem Mann sprechen, der unter denjenigen war, welche ein gutes Benehmen und nobles Auftreten hatten, ein Wächter der Gerechtigkeit, voller Wissenschaft, von grosser Intelligenz und von klarem und Verständnis; einer der sich Gott anvertraute und die Wahrheit sagte, auch wenn er nur wenig Unterstützung durch andere erfuhr.
Dieser Mann gehört zu den Leuten der Wissenschaft und den rechtgeleiteten Chalifen, sowie auch zu den Gelehrten die ihr Wissen anwandten. Er ist der erste (1.) Wiederbeleber der Wissenschaft der Religion unserer Gemeinschaft. Er hiess: ^Umar Ibn ^Abdil-^Aziz, der Imam der die Tradition des Propheten (^alajhi s-salam)
auswendig kannte, der fleissige Gelehrte, der Asket und Anbeter Gottes (möge er Gott wohlgefallen).
Er war von heller Hautfarbe, feinen Zügen und von unleugbarer Schönheit; er war nicht dick und mit einem schönen Bart ausgestattet. Er hatte eine Narbe an der Schläfe, die vom Huftritt eines Reittiers stammte; von da der Name «Der Verletzte des Stammes Banu Umajja».
^Umar Ibn ^Abdil-^Aziz weinte eines Tages als er noch ein kleiner Junge war. Seine Mutter fragte ihn also, warum er weine; er antwortete: «Ich habe an den Tod gedacht.» Dieses Kind hat an den Tod gedacht und weinte!!!
Zur Zeit seines Chalifat’s lebten die Schafe und Wölfe zusammen auf der gleichen Weide. Es wurde im Buch «Hiljatul-Awlija’» überbracht, dass ein Mann sagte: «Zur Zeit von ^Umar Ibn ^Abdil-^Aziz, war es meine Aufgabe die Mutterschafe zu melken. Eines Tages kam ich an einem Schäfer vorbei, der inmitten seiner Herde stand. Ich sah, dass es unter diesen Schafen dreissig (30) Wölfe gab, und zu diesem Augenblick hatte ich noch nie einen Wolf gesehen; ich dachte also, dass dies Hunde seien. Ich sage zum Schäfer «Oh Schäfer, was erhoffst du von all diesen Hunden in deiner Herde?» Er antwortete mir: «Dies sind keine Hunde sondern Wölfe!» So sagte ich: «Lob zu Gott, Wölfe unter den Schafen, die nichts Schlechtes von ihnen befürchten.» Der Schäfer antwortete ihm also: «Wenn der «Kopf» in gutem Zustand ist, so ist der Rest des Körpers nicht krank.»
Als ^Umar Ibn ^Abdil-^Aziz Chalif der Muslimen war, kam er eines Tages zu seiner Frau Fatimah Bint ^Abdil-Malik Ibn Marwan, und fragte sie: «Hast du einen (1) Dirham, damit ich Trauben kaufen kann?» Seine Frau antwortete ihm: «Nein.» ^Umar sagte daraufhin: «Hast du Geld, damit ich Trauben kaufen kann?» Sie antwortete ihm: «Nein.» Danach sagte sie zu ihm: «Du bist der Prinz der Gläubigen und du hast nicht mal einen (1) Dirham um dir Trauben zu kaufen?» ^Umar antwortete: «Diese Prüfung ist weniger schwierig für uns, als die Ketten aus Feuer in der Hölle.»
Maslamah Ibn ^Abdil-Malik sagte: «Eines tages bin ich ^Umar Ibn ^Abdil-^Aziz besuchen gegangen als er krank war. Er lag auf dem Bett und ich sah, dass sein Hemd, welches er trug, schmutzig war. Ich sage also zu Fatimah Bint ^Abdil-Malik «Oh Fatimah, wasche das Hemd des Prinzen der Gläubigen», sie antwortete «Wir werden es tun, so Gott will.»
Maslamah erzählte weiter: «Ich kehrte zurück um ihn erneut zu besuchen und ich sah, dass das Hemd immer noch schmutzig war; so sagte ich zu seiner Frau «Oh Fatimah, habe ich dich nicht gebeten das Hemd des Prinzen der Gläubigen zu waschen? Die Leute besuchen ihn!» Fatimah antwortete «Bei Gott, er hat nur das eine Hemd das er am Leibe trägt!»
Es wurde überbracht, das ^Umar eines Tages sagte: «Ist es nicht wahr, dass die Existenz in diesem Leben kurz ist und die Reichtümer vergänglich sind? Sei durch es nicht verblendet, du rennst dem Leben hinterher und es flieht vor dir. Der überhebliche selbstgefällige Mensch ist derjenige, welcher durch dieses Leben verführt wurde. Wo sind diejenigen, welche die Städte erbauten und nur wenige Tage
lebten? Sie wurden durch ihre Gesundheit und Aktivität getäuscht und sie haben Sünden begangen. Was hat die Erde mit ihren Körper im Grab gemacht ? Und die Würmer mit ihrem Fleisch und ihren Knochen ? Hier in diesem Leben waren sie auf Betten gelagert, zwischen Bediensteten, ihren Familien und Nachbarn. Wenn du zwischen den Gräbern hindurch gehst, frag die Reichen was von ihrem Reichtum verblieben ist und frag die Armen, was von ihrer Armut blieb. Ihre Körper wurden von der Erde und den Tieren verwest, bis sie zu Staub wurden.»
Glaubensbrüder ! Als ^Umar Ibn ^Abdil-^Aziz im Todeskampf auf seinem Bett lag, wiederholte er oft einen Vers aus dem Qur’an, von welchem wir verstehen, dass das Paradies den Gläubigen vorbehalten ist, die auf Erden weder zu siegen noch zu herrschen suchten und dass das gute Ende denjenigen gehört, die voll Gottesfurcht sind.
Meine Lieben ! Was für ein Ruhm solche Männer als Beispiel zu nehmen. Indem wir ihren Geschichten zuhören und vernehmen, welchen Rang sie unter den Leuten inne hatten.
Man versteht aus dem Qur’an, dass das Leben im Paradies besser ist und ohne Ende !
Oh Gott ! Gib uns die Enthaltsamkeit in diesem Leben und mach, dass wir dieses Leben in Deiner Zustimmung verlassen. Gewiss, Herr, Du bist über alles der Allmächtige.
Dass Gott mir, sowie auch euch, verzeihen möge. Amen.







