Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen
Ich beginne im Namen Gottes, des Allerbarmers, des Erbarmers
Lob zu Gott, Herr der Welten, dass Gott unseren Herrn Muhammad ehre und um Grade erhöhe, und dass Er die Gemeinschaft des Propheten vor dem schütze,
was er für sie fürchtet.
Der Winter, Garten des Gehorsams und Frühling des Gläubigen
Meine Glaubensbrüder !
Lob zu Gott und dass die Ehre und die Erhöhung um Grade unserem Propheten Muhammad zukomme.
Lob zu Gott, dem Einzigen, Demjenigen, Welcher nichts nötig hat, Welcher nicht zeugte und Welcher nicht gezeugt wurde und Welcher keines Gleichen hat. Ich lobe Gott, den Erhabenen, und ich flehe Ihn an mich auf dem rechten Weg zu leiten ; ich ersuche Seine Vergebung und ich bereue mich zu Ihm. Ich ersuche Gott um Schutz gegen das Schlechte unserer Seelen und unserer Taten. Denjenigen, den Gott leitet, ist der Gut-Geleitete, und niemand kann denjenigen leiten, den Gott irreleitet.
Dass die vollständigste und vollkommenste Ehre und die Erhöhung in Grade unserem Herrn Muhammad zuteil werde صلى الله عليه وسلم, der Herr der Söhne ^Adnan’s, derjenige, den Gott durch Seine Gnade zu den Welten gesandt hat, als Führer und Ankünder der guten Nachricht, als Warner der Bestrafung ; aufrufend zu der bei Gott angenommenen Religion. Der Prophet ist ein strahlendes Licht und ein erleuchtender Mond. Gott hat durch ihn die Gemeinschaft geleitet und die Dunkelheit verjagt.
Oh du, der Imam der Frommen, oh Muhammad, dass Gott dich um Grade erhöhe, Oh du der Vater von Az-zahra’, oh Muhammad; oh du der Vater von al Qasim ; oh du, die Freude meiner Augen und die Liebe meines Herzens, oh Muhammad.
Der Prophet hat die Botschaft überbracht. Er hat das erfüllt, was ihm anvertraut wurde, er hat seine Gemeinschaft beraten. Das Gott uns das Beste von dem gibt, was Er den Propheten gegeben hat. Ich bezeuge, dass es keinen anderen Gott ausser Allah gibt, Er allein hat keinen Partner. Er hat Seinen Verkünder mit der Lehre des rechten Weges und der Religion der Wahrheit gesandt. Ich bezeuge, dass Muhammad صلى الله عليه وسلم Sein Diener und Sein Verkünder ist. Dass Gott ihn ehre, sowie auch alle anderen von Ihm gesandten Verkünder.
Diener Gottes, ich empfehle euch, sowie auch mir, Gottesfurcht zu zeigen, denn Gott al ^Alijj al ^Adhim sagte in der Sure al Hajr, Vers 18, woraus wir verstehen: «Oh ihr die geglaubt habt, verrichtet eure Pflichten und hütete euch vor dem Verbotenen und auf dass jeder von euch darauf achte, was er für den Tag des Gerichts vorbereitet.»
Gott, der Erhabene, sagt in Seinem hervorragenden Buch, Sure al Fussilat, Verse 30-32 (woraus wir verstehen): «Diejenigen, die sagen «Gott alleine ist unser Herr» und standhaft den geraden Weg gingen, zu denen steigen die Engel nieder und verkünden ihnen «Fürchtet euch nicht, seid nicht traurig und freut euch auf das euch verheissene Paradies! / Wir (die Engel) stehen euch im Diesseits und im
Jenseits bei, wo ihr alles haben werdet, was ihr begehrt und was ihr wünscht / eine Ehre, die euch der Allverzeihende, der Allbarmherzige erweist.»
Brüder im Islam, der Weise ist derjenige, welcher seinen Herrn, Gott, den Erhabenen, fürchtet, der Intelligente ist wer sich selbst in Frage stellt, sich korrigiert, der für’s Jenseits arbeitet, der Gott gehorcht vor den Menschen, in seinem Herzen und in der Einsamkeit; er vergisst nicht Gott zu loben, sich zu beeilen alleweil Gutes zu tun und seinem Nächsten unermüdlich zu helfen.
Diese Freitagsansprache handelt vom Gehorsam zu Gott während der Winterzeit. Es gibt Vieles zu sagen; denn der Muslim hat alles zu gewinnen, zu profitieren von dieser speziellen Jahreszeit, um sich ganz der Anbetung und dem Gehorsam zu Gott hinzugeben.
Der Traditionalist At-Tirmidhij hat in den Sunan des Propheten Muhammadصلى الله عليه وسلم überbracht, dass er sagte (sinngemäss): «Die beste Ernte, ohne grossen Kraftaufwand, ist, während des Winters zu fasten.»
Auch Abu Hurajrah hat davon zu seinen Begleitern gesprochen indem er sagte (woraus wir verstehen): «Wollt ihr, dass ich euch bekannt gebe, wie ihr, ohne grossen Kraftaufwand, die beste Ernte einholt: fastet während des Winters.»
Unser geliebter Prophet Muhammad صلى الله عليه وسلم und die grossen Gelehrten nach ihm, haben uns den gleichen Rat gegeben; denn sie wissen, dass es weniger ermüdend und leichter für den Muslim ist, in der Zeit des Winters, zu fasten da das Wetter angenehmer ist und die Tage kürzer sind.
Ibn Rajab al Hambali sagte (sinngemäss): «Das Wachen der (langen) Winternächte haben den Wert (an Belohnung) des Fasten der (langen) Sommertage.»
Der Prophet Muhammad صلى الله عليه وسلم sagte, woraus wir verstehen, dass der Winter der Frühling des Muslims ist. Al Bajhaqijj überbrachte, dass er صلى الله عليه وسلم hinzufügte (woraus wir verstehen) : «Die Tage sind kurz und er (der Muslim) fastet, die Nächte sind lang und er wacht (in der Anbetung zu Gott).»
Es ist auch der Frühling des Muslims, da er in den Gärten der Anbetung und auf den Feldern des Gehorsams zu Gott weidet. Er kann sich also all dem hingeben ohne unter der Hitze oder dem Durst der Sommertage zu leiden, welche viel Kraft verbrauchen, noch unter dem Hunger und der Müdigkeit, da sie sich nun nicht so stark bemerkbar machen.
Ibn Mas^ud sagte (sinngemäss): «Winter sei willkommen! Wir schwimmen in den Segen, denn die Nächte sind länger und dafür gemacht in Anbetungen zu wachen, und die Tage sind angenehm kurz um ohne Schwierigkeiten zu fasten.»
Ein Heiliger sagte: «Oh ihr Leute des Qur’an’s ! Eure Nächte sind kürzer für euer Lesen (des Qur’an’s), lest darin und eure Tag sind kürzer, so fastet !»
Wenn wir nicht so fasten wie der Prophet David صلى الله عليه وسلم (jeden zweiten Tag), fasten wir also die Montage und Donnerstage ! Und wenn wir diese Tage nicht fasten, lasst uns die «weissen Tage» fasten, welche der 13., 14. und 15. jeden Mondmonats sind.
Meine lieben Brüder im Islam, für diejenigen unter uns, die die Gunst Gottes suchen, sowie auch für diejenigen, die noch Tage nachzufasten haben oder eine Kaffarah
(Busse) zu erfüllen, haben hier nun die Gelegenheit um Belohnung zu ernten ohne grosse Mühe um unter den Erwählten zu sein (al Fa’izin).
Das lange Wachen während den Winternächten in Sunnah-Gebeten, ist nicht derart ermüdend, weil wir noch genügend Zeit haben zu schlafen um den letzten Teil der
Nacht zu wachen, denn, wie es Hassan al Basrij sagte (sinngemäss): «Welch Glück ist der Winter für den Muslim; seine langen Nächte erlauben ihm in der Anbetung Gottes zu wachen; der kurze Tag erlaubt ihm (auf der Suche nach der Gunst Gottes) zu fasten.
Diese Jahreszeit gibt ihr Gehemnis demjenigen preis, der vom Glück kostete lange Nächte in der Anbetung Gottes zu wachen, Welcher in der Sure Adh-dharijat, Vers 17 sagte (woraus wir verstehen) : «Sie schliefen nachts wenig (….). »
Es wurde überbracht, dass Mu^adh Ibn Jabal im Angesicht seines Todes anfing zu weinen. Man fragte ihn warum? Er antwortete: «Ich weine nicht aus Angst vor dem Tod, noch weil ich dieses Leben verlasse; aber ich weine weil ich die Winternächte nicht mehr wachen kann!»
Dies ist nicht fremd, denn er fand echte Freude in der Anbetung zu Gott und derjenige, der daran gehindert wird, fühlt seinen Mangel. ^Abdullah Ibnu Wahb hat dies in schöne Worte gefasst: «Derjenige, der verliebt ist in eine Sache hat eine Freude, aber derjenige, welcher die nächtlichen Anbetungen liebt, hat deren drei (3) : «sie zu erfüllen, daran zu denken und die Belohnungen, die er daraus zieht.»
Was Abu Hurajrah betrifft, so hat er seine Nächte in drei (3) geteilt : ein Drittel im Gebet, ein Drittel im Schlaf und ein Drittel im Rezitieren von Traditionen (Ahadith) des Propheten Muhammad صلى الله عليه وسلم.
Derjenige, der folgendes sagte, hat Gutes gesprochen:
Wenn du unter des Sommers Hitze leidest
unter der Trockenheit des Herbstes und des Winters Kälte
Wenn dich die Farben des Frühlings ablenken
Sag mir, wann hast du für die Wissenschaft Zeit?
Die Tage, die vergehen, sind Etappen, die ein Muslim durchlebt und der Weise ist wahrlich derjenige, der von jeder Etappe den Vorrat für das Ende seiner Reise mitnimmt, nämlich für das Jenseits.
Wir bitten Gott uns zu unterstützen Ihm zu gehorchen und aufrichtig zu sein. Dass Er unsere Anbetungen annehmen möge und uns das tun lässt, was Er annimmt, Er, der Hörende, dass Er unsere Bittgebete erhöre. Amen.







